IT-Grundschutz Praktiker
Prüfungscode DBE-ITGS-PRA-01 · Fassung 1.1 · Stand 24.09.2026
Nachweis, dass du die IT-Grundschutz-Methodik des BSI kennst und an einem Sicherheitskonzept mitarbeiten kannst.
| Bearbeitungszeit | 1 Stunde | Fragen | 50 |
|---|---|---|---|
| Bestehensgrenze | 60 % | Fragetypen | Einfach- und Mehrfachauswahl |
| Prüfungssprache | Deutsch | Zertifikat gültig | Unbegrenzt |
| Durchführung | Online, zeitlich überwacht | Preis | Kostenlos |
| Block | Thema | Gewichtung | Fragen |
|---|---|---|---|
| 1 | Einführung und Grundlagen der Informationssicherheit und rechtliche Rahmenbedingungen | 4 % | 2 |
| 2 | Normen und Standards der Informationssicherheit | 4 % | 2 |
| 3 | Einführung IT-Grundschutz | 4 % | 2 |
| 4 | IT-Grundschutz-Vorgehensweise (Überblick) | 4 % | 2 |
| 5 | IT-Grundschutz-Kompendium (Überblick) | 4 % | 2 |
| 6 | Umsetzung der IT-Grundschutz-Vorgehensweise | 16 % | 8 |
| 7 | IT-Grundschutz-Check | 6 % | 3 |
| 8 | Risikoanalyse | 10 % | 5 |
| 9 | Umsetzungsplanung | 10 % | 5 |
| 10 | Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung | 10 % | 5 |
| 11 | Zertifizierung und Erwerb des IT-Grundschutz-Zertifikats auf Basis von ISO 27001 | 6 % | 3 |
| 12 | IT-Grundschutz-Profile | 4 % | 2 |
| 13 | Vorbereitung auf ein Audit | 6 % | 3 |
| 14 | Sicherheitsvorfallbehandlung | 6 % | 3 |
| 15 | BCM-Prozess | 6 % | 3 |
1. Einführung und Grundlagen der Informationssicherheit und rechtliche Rahmenbedingungen 4 % · 2 Fragen
Begriffe und Grundwerte, Unterschied zwischen IT und OT sowie zwischen Security und Safety, gesetzliche Grundlagen.
- 1.1 Arten und Wichtigkeit von Informationen einordnen Informationen als Werte einer Institution
- 1.2 Die Grundwerte unterscheiden Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit; dazu Authentizität und Verbindlichkeit
- 1.3 IT und OT sowie Security und Safety abgrenzen Steuerungstechnik, funktionale Sicherheit
- 1.4 Gesetzliche Grundlagen kennen BSI-Gesetz, IT-Sicherheitsgesetz, Vorgaben der Bundesnetzagentur für Netzbetreiber, Datenschutz
2. Normen und Standards der Informationssicherheit 4 % · 2 Fragen
Überblick über die ISO-2700x-Reihe und benachbarte Regelwerke, Synergien und integrierte Managementsysteme.
- 2.1 Zweck und Struktur der relevanten Normen erläutern ISO/IEC 27001, 27002, 27005, 27019
- 2.2 Benachbarte Regelwerke einordnen COBIT, ITIL, Verschlusssachenanweisung, C5, HV-Benchmark
- 2.3 Branchenspezifische Sicherheitsstandards und IT-Grundschutz-Profile einordnen
- 2.4 Synergien und integrierte Managementsysteme erkennen gemeinsames Gerüst mehrerer Managementsystemnormen
3. Einführung IT-Grundschutz 4 % · 2 Fragen
Bestandteile des IT-Grundschutzes, Sicherheitsprozess, Rollen und Verantwortung sowie die Leitlinie.
- 3.1 Die Bestandteile des IT-Grundschutzes benennen BSI-Standards 200-1 bis 200-4, Kompendium, Umsetzungshinweise
- 3.2 Den Sicherheitsprozess und seine Phasen beschreiben
- 3.3 Rollen, Verantwortung und Aufgaben zuordnen Institutionsleitung, ISB, ICS-ISB, IS-Management-Team
- 3.4 Eine Leitlinie zur Informationssicherheit erstellen Geltungsbereich, Sicherheitsziele, Sicherheitsniveau, Bekanntgabe, Aktualisierung
4. IT-Grundschutz-Vorgehensweise (Überblick) 4 % · 2 Fragen
Basis-, Kern- und Standard-Absicherung, die Anforderungsstufen und die Wahl der Vorgehensweise.
- 4.1 Die drei Vorgehensweisen unterscheiden Basis-, Kern- und Standard-Absicherung
- 4.2 Die Leitfragen zur Wahl der Vorgehensweise anwenden
- 4.3 Die Anforderungsstufen unterscheiden Basis-Anforderungen, Standard-Anforderungen, Anforderungen bei erhöhtem Schutzbedarf
5. IT-Grundschutz-Kompendium (Überblick) 4 % · 2 Fragen
Aufbau und Anwendung des Kompendiums, Prozess- und System-Bausteine, Umsetzungshinweise.
- 5.1 Aufbau und Anwendung des Kompendiums erläutern Schichten, Aufbau eines Bausteins
- 5.2 Prozess- und System-Bausteine unterscheiden ISMS, ORP, CON, OPS, DER sowie APP, SYS, IND, NET, INF
- 5.3 Umsetzungshinweise einordnen
- 5.4 Einen benutzerdefinierten Baustein erstellen wenn kein Baustein passt
6. Umsetzung der IT-Grundschutz-Vorgehensweise 16 % · 8 Fragen
Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung mit Vererbung und Modellierung des Informationsverbunds.
- 6.1 Eine Strukturanalyse durchführen Netzplan, Geschäftsprozesse, Anwendungen, IT-Systeme, Räume, Kommunikationsverbindungen, Gruppenbildung
- 6.2 Den Schutzbedarf feststellen und begründen Kategorien normal, hoch und sehr hoch; Schadensszenarien
- 6.3 Den Schutzbedarf vererben Maximumprinzip, Kumulationseffekt, Verteilungseffekt
- 6.4 Den Informationsverbund modellieren Bausteine zuordnen, Reihenfolge, Dokumentation, Anforderungen anpassen
- 6.5 Ausgelagerte Zielobjekte berücksichtigen Dienstleister in Strukturanalyse und Modellierung
7. IT-Grundschutz-Check 6 % · 3 Fragen
Soll-Ist-Vergleich: Vorbereitung, Durchführung im Interview, Umsetzungsstatus und Dokumentation.
- 7.1 Zweck und Umfang des Checks beschreiben Soll-Ist-Vergleich der modellierten Anforderungen
- 7.2 Den Check vorbereiten und durchführen Dokumente sichten, Ansprechpersonen, Interviews, Stichproben
- 7.3 Den Umsetzungsstatus vergeben entbehrlich, ja, teilweise, nein; jeweils mit Begründung
- 7.4 Die Ergebnisse dokumentieren Stamminformationen, Begründung, Verantwortung, Termin
8. Risikoanalyse 10 % · 5 Fragen
Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3: Gefährdungsübersicht, Einstufung und Behandlung.
- 8.1 Erkennen, wann eine Risikoanalyse nötig ist hoher Schutzbedarf, kein passender Baustein, untypisches Einsatzszenario
- 8.2 Die elementaren Gefährdungen anwenden G 0.1 bis G 0.47, weitere Gefährdungsübersichten
- 8.3 Risiken einstufen Eintrittshäufigkeit und Schadensauswirkung, Risikomatrix
- 8.4 Risiken behandeln und Restrisiken dokumentieren vermeiden, reduzieren, übertragen, akzeptieren
9. Umsetzungsplanung 10 % · 5 Fragen
Aus den offenen Anforderungen einen Maßnahmenplan mit Aufwand, Reihenfolge und Verantwortung machen.
- 9.1 Maßnahmen sichten und konsolidieren
- 9.2 Aufwände schätzen einmalige und laufende Kosten, Personalaufwand
- 9.3 Umsetzungsreihenfolge und Verantwortung festlegen
- 9.4 Begleitende Maßnahmen planen Sensibilisierung, Schulung, Kommunikation
10. Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung 10 % · 5 Fragen
Überprüfung des erreichten Niveaus, Kennzahlen, Reifegrade und der Verbesserungsprozess.
- 10.1 Die Leitfragen für die Überprüfung anwenden
- 10.2 Überprüfungsverfahren unterscheiden Selbsteinschätzung, interne Audits, Übungen, externe Prüfung
- 10.3 Kennzahlen bilden und bewerten Messgröße, Quelle, Turnus
- 10.4 Reifegradmodelle anwenden und den Verbesserungsprozess steuern
11. Zertifizierung und Erwerb des IT-Grundschutz-Zertifikats auf Basis von ISO 27001 6 % · 3 Fragen
Auditarten, Akkreditierung und Zertifizierung sowie der Ablauf des BSI-Zertifizierungsverfahrens.
- 11.1 Arten von Audits unterscheiden System-, Prozess- und Produktaudit
- 11.2 Die Grundsätze der Auditierung kennen Erst-, Zweit- und Drittparteien-Audit
- 11.3 Das Modell von Akkreditierung und Zertifizierung erläutern
- 11.4 Den Ablauf des BSI-Zertifizierungsverfahrens beschreiben Antrag, Dokumentenprüfung, Umsetzungsprüfung, Laufzeit, Überwachungsaudits
12. IT-Grundschutz-Profile 4 % · 2 Fragen
Aufbau, Nutzung und Erstellung eines IT-Grundschutz-Profils als Muster-Sicherheitskonzept.
- 12.1 Den Aufbau eines Profils beschreiben
- 12.2 Ein veröffentlichtes Profil nutzen und anpassen
- 12.3 Die Grenzen eines Profils kennen ersetzt weder Strukturanalyse noch IT-Grundschutz-Check
13. Vorbereitung auf ein Audit 6 % · 3 Fragen
Auditplan, Referenzdokumente, Nichtkonformitäten, Berichtswesen, Folgemaßnahmen und Qualifikation der Auditierenden.
- 13.1 Ein Audit planen und vorbereiten Rollen, Unabhängigkeit, Auditplan, Checklisten, Kombination von Audits
- 13.2 Die Aktivitäten im Auditprozess kennen Auditteam, Referenzdokumente, Vor-Ort-Audit, Nichtkonformitäten
- 13.3 Das Berichtswesen beschreiben Inhalt und Aufbau, Genehmigung, Verteilung, Aufbewahrung, Vertraulichkeit
- 13.4 Folgemaßnahmen und die Qualifikation von Auditierenden einordnen Voraudit, Überwachungsaudit, Korrekturmaßnahmen
14. Sicherheitsvorfallbehandlung 6 % · 3 Fragen
Vorfälle erkennen, einstufen, behandeln und auswerten.
- 14.1 Störung, Sicherheitsvorfall und Notfall abgrenzen
- 14.2 Meldewege und Eskalation festlegen Vorgaben des Bausteins DER.2.1
- 14.3 Einen Vorfall behandeln Erstreaktion, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung
- 14.4 Vorfälle nachbereiten Ursachenanalyse, Lessons Learned, Rückkopplung in das Sicherheitskonzept
15. BCM-Prozess 6 % · 3 Fragen
Überblick über BSI-Standard 200-4 und den BCM-Prozess, angelehnt an den Baustein DER.4.
- 15.1 Zweck und Abgrenzung des BCM erläutern Unterschied zu Vorfallbehandlung und Krisenmanagement
- 15.2 Die Kenngrößen kennen maximal tolerierbare Ausfallzeit, Wiederanlaufzeit, tolerierbarer Datenverlust
- 15.3 Die Business-Impact-Analyse beschreiben zeitkritische Prozesse und ihre Ressourcen
- 15.4 Den BCM-Prozess und den Baustein DER.4 einordnen Stufenmodell, Notfallhandbuch, Übungen und Tests